Brandschutz-

Schulung

Seminar "Evakuierung"

..wer räumt den Betrieb, wenn es brennt?

Evakuierungshelfer oder Etagenbeauftragte sind zuständig für die schnelle Räumung des Gebäudes. Nach einer Studie bestehen in vielen Unternehmen hier noch Defizite. 

Unternehmen müssen genügend Personen benennen, die „eine Evakuierung sicherstellen und Entstehungsbrände bekämpfen“ können. Wie viele, hängt im Einzelfall von der Beschäftigtenzahl und den Gefahren eines Betriebes ab.

Neben regelmäßigen Unterweisungen, die über das richtige Verhalten im Brand- oder Katastrophenfall informieren, sollten praxisnahe Brandschutz-übungen auf dem Programm stehen.

Branchenprofis wie Thomas Dierker bestätigen immer wieder: In vielen Betrieben werden Brandschutzhelfer zu wenig geschult und es wird zu wenig geübt. Nachdenklich stimmen auch die Ergebnisse einer  Studie, die der  Verband (bvbf) in Auftrag gegeben hatte:  

Satte 69 Prozent der Beschäftigten hatten noch nie an einer Brandschutzübung in ihrem Unternehmen teilgenommen. Bei elf Prozent lag die Schulung bereits vier bis zehn Jahre zurück; in den vergangenen drei Jahren erhielt nur jeder Fünfte die Gelegenheit, den Ernstfall zu üben.

Nach Angaben des bvbf bestehen vor allem in klein- und mittelständischen Unternehmen Defizite, die Mitarbeiter sehen sich im Brandschutz unzureichend vorbereitet. Oft wird auch vergessen, dass jeder neue Beschäftigte zeitnah im betrieblichen Brandschutz unterwiesen werden sollte. Das nötige Basiswissen ist bei einer Betriebsbegehung und praktischen Brandschutzübungen zu vermitteln.

Doch um optimal für einen Brand vorbereitet zu sein und Personenschäden zu begrenzen, ist noch mehr erforderlich.

Es muss auch die Räumung berücksichtigt werden.

Ein umfassendes Brandschutzkonzept berücksichtigt auch die schnelle und sichere Räumung des Gebäudes: Sind die Mitarbeiter entsprechend geschult, kann sie binnen weniger Minuten erfolgen. 

 Grundsätzlich gehört dazu:

  • Art der Alarmierung
  • Bestimmung eines Sammelplatzes
  • Vollzähligkeitskontrolle
  • Flucht- und Rettungswege
  • Evakuierung behinderter Mitarbeiter 

Hallo...Bitte alle geordnet zum Sammelplatz?


Wie komplex der Prozess der Räumung ist, hängt auch von der Art und Größe des Betriebes ab. Bei Unternehmen mit hoher Kundenfrequenz müssen zum Beispiel auch fremde Personen evakuiert werden, die an keiner betrieblichen Brandschutzübung teilgenommen haben. Eine besondere Herausforderung für den Etagenbeauftragten.

Evakuierungsübungen durchführen

Nach dem Arbeitsschutzgesetz muss schon vor einem Notfall klar sein, welche Personen im Betrieb dafür sorgen, dass alle Personen das Gebäude schnell und auf kontrollierte Weise verlassen.  

Dafür hat der Arbeitgeber eine ausreichende Zahl von Evakuierungshelfer oder Etagenbeauftragte zu etablieren.

Die Funktion des Etagenbeauftragen

Ein Etagenbeauftragter veranlasst die Räumung seines Zuständigkeitsbereiches, das kann zum Beispiel eine Abteilung, Etage oder auch nur ein bestimmter Raum sein. Er begleitet die Mitarbeiter zu einem vorher festgelegten Sammelplatz.

Bei einer umfassenden Evakuierungsübung wird auch das erforderliche Wissen über die richtige Gefahrenein-schätzung vermittelt - zum Beispiel, was die Ausbreitung von Feuer und Rauch betrifft. Außerdem erfahren die Teilnehmer, wie Menschen sich in Notlagen verhalten und wie damit umzugehen ist.

Der Brandschutzhelfer als Etagenbeauftragter

Beide Maßnahmen, Evakuierung und die erste Brandbekämpfung, sind jedoch eng miteinander verzahnt und müssen gut aufeinander abgestimmt werden. In großen Betrieben üben verschiedene Brandschutzhelfer speziell die Funktion des Etagenbeauftragten aus, in kleinen Firmen ist oft ein und dieselbe Person für beide Maßnahmen zuständig. Grundsätzlich gilt aber: Jeder Evakuierungshelfer oder Etagenbeauftragte sollte auch an praktischen Löschübungen mit Selbsthilfe-Feuerlöscheinrichtungen teilnehmen.

Lehrgänge vermitteln Sicherheit

Etagenbeauftragte sollten in jedem Fall einen speziellen Brandschutzlehrgang besucht haben, denn das für die Evakuierung erforderliche Wissen setzt besondere Schwerpunkte voraus. Dazu zählen das Angst- und Panikverhalten von Menschen und wirkungsvolle Gegenmaßnahmen. In Rollenspielen werden zum Beispiel Handlungsanweisungen bei Evakuierungen geübt. Für die Unterweisung von Evakuierungshelfern bieten verschiedene Institutionen und Feuerwehren dem übergeordneten Lehrgang „Trainer für Evakuierungshelfer“ an.

Seminarziele
Es werden Grundlagen vermittelt sowie die aktuellen und gängigen Verfahren vorgestellt und erläutert. Nachfolgend wird das gesamtheitliche Vorgehen an verschiedenen konkreten Beispielen vorgestellt und vertieft.
 

  • Evakuierungsmaßnahmen
  • Aufklärung von Brandgefahren
  • Einschätzung von Brand- und Rauchentwicklung 
  • Menschenführung in Paniksituationen
  • Eindämmung von Entstehnungsbränden (vorbeugender Brandschutz)
  • Einführung der betrieblichen Feuerlöschgeräte und -einrichtungen 
  • Geeignete Löschmittel und deren Wirkungsweise 
  • Aufgaben, Rechte und Pflichten des Brandschutz- und Evakuierungshelfers
  • und natürlich auch eine
  • Löschübung mit theoretischer mit praktischer Unterweisung
  • Praktischer Umgang mit dem Löschgerät
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

Zielgruppe / Termine

Brandschutzbeauftragte und Personen, die mit dem Brandschutz betraut sind und Fachkräfte für Arbeitssicherheit